Der Menstruationszyklus: die wichtigsten Fakten

Kommt dir das bekannt vor? Du bist auf dem Weg zur Arbeit, Uni oder sonst irgendwas wichtiges und plötzlich merkst du: deine Menstruation setzt ein. Du ärgerst dich und es erscheint dir so willkürlich. Als ob dein Körper dich immer dann ärgern möchte, wenn du es gerade mal so gar nicht gebrauchen kannst. Doch wusstest du, dass dein Zyklus ziemlich genau und "nach Plan" läuft? Besser noch: mit einer regelmäßigen Periode zeigt dein Körper dir, dass er gesund ist. In einigen Kulturen wird die Menstruation sogar regelrecht gefeiert, denn sie zeigt an, dass der Körper fruchtbar ist und so eine Quelle und den Anfang des Lebens kennzeichnet.  

 
Deshalb, damit auch du bald anfangen kannst, deinen Zyklus zu verstehen und Signale deines Körpers wahrnehmen kannst, möchten wir heute einen Blick hinter die Kulissen werfen: Wie funktioniert eigentlich der Zyklus und wozu ist er überhaupt gut?  

Körperlicher Zweck der Menstruation  

Wie bereits erwähnt, deutet eine regelmäßige und nicht zu starke Blutung darauf hin, dass eine Frau fruchtbar und gesund ist. Das nicht für die Ernährung eines Embryos in Anspruch genommene Endometrium, also Teile der Gebärmutterschleimhaut, werden abgestoßen. Aber auch Bakterien und Spermien werden so aus der Gebärmutter ausgespült. Dein Körper versucht also auf natürliche Weise deine Gesundheit aufrecht zu erhalten. Wunderbar, oder?  

 

Die Menstruationsflüssigkeit und deren Bestandteile 

Die Menstruation geht mit einem Blutverlust von rund 25 bis 60ml einher, das sind ungefähr 1-2 Schnapsgläser voll. Der Durchschnittswert des Blutverlusts liegt hier bei ca. 35ml, wobei er an den ersten beiden Tagen mit je rund 11ml am stärksten ist. Die Menstruationsflüssigkeit enthält nicht nur Blut, sondern eine ganze Reihe unterschiedlicher Bestandteile: dazu zählen Hämoglobin, farbloses Blutplasma, Gewebeklümpchen, Partikel der Gebärmutterschleimhaut, Vitamine, Proteine, Eisen, Kupfer, Magnesium, Kalium und weitere Mineralstoffe sowie Immunzellen.  

 

Dauer der Menstruation  

Die Dauer des Menstruationszyklus kann individuell mehr oder weniger stark von der Norm abweichen. Sie wird als gesund eingestuft, wenn sie zwischen 23 und 35 Tage dauert. Die durchschnittliche Zykluslänge liegt bei 28 Tagen, während die Menstruationsblutung eine Länge von 3 bis 6 Tagen hat. 

 

Die Zyklusphasen 

Man unterteilt den Zyklus in 4 verschiedene Phasen. Hierbei begegnen einem vor allem die Follikelphase und die Lutealphase. In den verschiedenen Phasen schüttet dein Gehirn verschiedene Konzentrationen der Hormone aus. (Zum Beispiel das follikelstimulierende Hormon FSH) 

 

1. Die Follikelphase:  

Nach der Menstruation tritt der Körper in die Follikelphase ein. Nun werden die Schleimhäute aufgebaut, parallel dazu reifen in den Eierstöcken unter dem Einfluss des FSH (Follikelstimulierendes Hormon!) jeweils zwischen 5 und 15 Eizellen heran.  

2. Die Ovulation bzw der Eisprung:  

Der Eisprung kennzeichnet den Wechsel zwischen Follikel- und Lutealphase und stellt eigentlich keine eigene Phase des Menstruationszyklus' dar. Während dieses Vorgangs wird eine der Eizellen aus dem Eierstock in die Eileiter ausgestoßen, springt also förmlich in die Eileiter. Hierbei hängt es tatsächlich vom Zufall ab, welcher der beiden Eierstöcke die Eizelle freisetzt.  

3. Die Lutealphase:  

Die Gebärmutterschleimhaut besteht aus 3 Lagen: Basalzone, Intermediärzone und Compacta. Lediglich die beiden letzteren und somit die außen gelegenen Schichten werden durch die Blutung ab- und wieder aufgebaut, während die Basalzone als Innerste der Schleimhautschichten konstant erhalten bleibt.  

Unter dem Einfluss des luteinisierenden Hormons (LH) werden Gelbkörper (Corpus luteum) gebildet. Diese stellen wiederrum unter dem Einfluss des LHs das Hormon Progesteron. Östrogen und Progesteron führen anschließend dazu, dass sich in der Gebärmutterschleimhaut nährstoffreiche Substanzen bilden, die im Falle einer Befruchtung die Eizelle ernähren würden. Tritt eine Befruchtung der Eizelle ein, so nistet sich sie sich in der aufgebauten Gebärmutterschleimhaut ein. Ist dies nicht der Fall, so löst sich der Gelbkörper im Eierstock auf und verwandelt sich in einen Weißkörper (Corpus albicans). Da der Gelbkörper die Schleimhaut der Gebärmutter aufrechterhält, führt sein Auflösen zum Abbau der Schleimhaut und zum Abfall des Progesteronspiegels.  

Dies führt zur Periodenblutung (4) und der Zyklus beginnt von vorne.  

Deine Blutung ist also nur das Ende deines aktuellen Menstruationszyklus'. Mit ihr schließt der Körper den aktuellen Zyklus ab, denn es hat keine Befruchtung einer Eizelle stattgefunden. Du bist nicht schwanger und dein Zyklus funktioniert ganz normal, was dafür spricht, dass dein Körper gesund ist. Sobald auch nur ein kleinstes Ungleichgewicht der Hormone in deinem Körper vorhanden ist, spielt der Zyklus verrückt. Die Natur hat uns also ein eingebautes "Hormon-Barometer" mitgegeben.  
 
Du möchtest noch mehr über deinen Zyklus erfahren und wie du ihn harmonisieren kannst? Dein Zyklus ist unregelmäßig und du weißt nicht, wie du ihn wieder in Einklang bringst? Schau dich gern weiter auf unserem Blog um und vor allem: Trage dich unbedingt in unseren Newsletter ein, um über alles rund um den Zyklus weiter informiert zu werden.  

 

 

 

 Foto: Pexels.com / Brett Sayles

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